CDU-Kreistagsfraktion in Efringen-Kirchen
Im Rahmen Ihrer Fraktionssitzung, die in Efringen-Kirchen stattfand, informierten sich die CDU-Kreisräte über die beiden Grossbaustellen integriertes Rheinprogramm und den Ausbau des 3. und 4. Bahngleis mit Katzenbergtunnel.
CDU-Kreistagsfraktion in Efringen-Kirchen
Im Rahmen Ihrer Fraktionssitzung, die in Efringen-Kirchen stattfand, informierten sich die CDU-Kreisräte über die beiden Grossbaustellen integriertes Rheinprogramm und den Ausbau des 3. und 4. Bahngleis mit Katzenbergtunnel.
Basierend auf einem Staatsvertrag der Rheinanliegerstaaten hat sich die Bundesrepublik Deutschland verpflichtet 167 Millionen Kubikmeter Überflutungszone für den Rhein zu schaffen. Dazu werden 13 Rückhaltezonen geschaffen verteilt über die Strecke von Weil –Märkt bis nach Philippsburg. Für den Bereich von Weil am Rhein – Märkt bis Breisach –Burkheim soll ein Rückhalteraum von 25 Millionen Kubikmeter geschaffen werden, wozu 28 Millionen Kubikmeter an Bodenschichten ausgeräumt werden müssen. Mit dem Bauabschnitt Efringen-Kirchen werden 2,8 Millionen Kubikmeter Überflutungsvolumen geschaffen. Teilweise werden hier Schichten mit einer Mächtigkeit von bis zu 8 Metern abgetragen. Die Deckschicht und der Mutterboden werden dazu abgetragen und gelagert und dann wieder eingebracht und das Gelände damit modelliert. Der bisher vielen Fahrradfahrern, Spaziergängern und Anglern bekannte Leimpfad, der entlang des Altrheins sich befindet wird in seinem Höhenniveau abgesenkt, so dass er bei Rheinhochwasser, geschätzten 50 Tagen pro Jahr, überflutete werden kann. Die Erholungssuchenden können dann in diesen Überflutungsphasen den neu anzulegenden Randweg benutzen, der seinerseits zur parallel verlaufenden Autobahn hin mit einem Schutzwall abgesichert wird. Der Überflutungsraum wird nach der Schaffung der natürlichen Entwicklung überlassen, in den anderen Bereichen wird eine Aufforstung und Renaturierung beispielsweise beim Wall mit Magerrasen vorgenommen. Die Gesamtbauzeit für den Abschnitt Efringen-Kirchen ist mit 7 Jahren veranschlagt, Baubeginn war bereits 2008. Für den folgenden Abschnitt III wurde im Juni 2010 die Antragsunterlagen beim Landratsamt des Kreises Breisgau-Hochschwarzwald bereits eingereicht, dies wird dann der nächste Bauabschnitt sein.
Die größte Eisenbahnbaustelle in Deutschland befindet sich nach wie vor auf dem Gebiet von Efringen-Kirchen. Der Tunnelrohbau wird voraussichtlich im August 2010 fertiggestellt. Der Vortrieb des Tunnels in der geschlossenen Tübbingbauweise verlief für die Baufirmen nicht ohne geologische Überraschung, denn an bestimmten Stellen hatte man massiv unter eintretendem Bergwasser zu leiden, teilweise mit einer Schüttung von bis zu 50 Liter pro Sekunde. Der Tunnel ist nun 9,4 km lang und hat 19 Querschläge, die in Spritzbetonausführung geschaffen wurden. Die Betonarbeiten an den Vortriebsbauwerken, also an den Tunnelportalen konnten bereits im Mai 2010 zum Abschluss gebracht werden, nun stehen noch die Erdabdeckungsarbeiten an. Der nächste Bauabschnitt beinhaltet dann die Ausführung der gesamten Kabelarbeiten im und am Tunnel.
Ein bisher noch ungelöstes Problem stellt das für die Betriebsphase des Katzenbergtunnels zu erarbeitende Rettungskonzept von der hauptsächlich die Feuerwehr Efringen-Kirchen betroffen ist dar. Die Gemeinde Efringen-Kirchen tritt hier mit massiven Forderungen an die Deutsche Bahn heran.
Die Kreisräte erinnerten nochmals an die Resolution des Kreistages und forderten von der Bahn erneut, alle Güterzüge durch den Katzbergtunnel zu leiten und damit die bestehende Oberrheinstrecke für den Personenverkehr, insbesondere für einen S-Bahnverkehr mit viertel- oder halbstündigem Takt freizuhalten.
1.7.2010 Dr. Christian Renkert
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